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[dī.wān] – Perspektiven vom Mittleren Osten bis Berlin 25.01.10 Kategorie: PROJEKTE
Unsere Zeitschrift, der [dī.wān] – Perspektiven vom Mittleren Osten bis Berlin – Gesellschaften. Kulturen. Narrative. beschäftigt sich mit islamisch geprägten Gesellschaften in der Region des Mittleren Ostens sowie der westlichen Welt. Ein großer Raum wird dabei auch dem vielseitigen muslimischen Leben in Berlin eingeräumt.
Wir beleuchten politische, wirtschaftliche und kulturelle Themen und richten unser Augenmerk besonders auf die Aspekte des alltäglichen Lebens, die oft unreflektiert ablaufen, aber von großer Erklärungskraft sein können. Dadurch macht der [dī.wān] nicht nur auf eine andere, in den meisten Medien unbeachtete Seite des vom Islam geprägten Kulturraums aufmerksam, sondern zeigt neben den Unterschieden vor allem auch Gemeinsamkeiten auf und versteht sich somit als Teil des interkulturellen Dialogs.
Die Idee zum [dī.wān] ist uns vor gut vier Jahren gekommen...
- weil ein Großteil der Medienberichterstattung an der Realität vorbeigeht und viel zu oft undifferenziert über Themen wie Integration, 'den Islam' oder Kultur berichtet wird. - weil wir während unseres Studiums, Reisen und unseres Alltags Erfahrungen machen, die wir gerne anderen Menschen zugänglich machen wollen. - weil undifferenzierte Berichterstattung sowie Unwissen und Vorurteile leider Auswirkungen auf politische Entscheidungen und gesellschaftliches Zusammenleben haben.
Der [dī.wān] richtet sich an interessierte Leserinnen und Leser jeder Facon. Wir freuen uns über Kritik und Mitarbeit!
Diwan Nr. 8 „Gelehrter Islam“ (12/2009 erschienen) Auszug aus dem Vorwort zur neuen Ausgabe:
„Der Islam“ hat viel gelitten: In den letzten Jahren wurde er für Terroranschläge, Zwangsheiraten oder gescheiterte Migrationspolitiken verantwortlich gemacht. Die Sicht auf diese Religion ist – nicht nur in der Schweiz – getrübt und voreingenommen. Denn Islam bedeutet mehr als nur Koran, Hadithe, die fünf Säulen und ein paar weitere Stereotype. Selten wird nach Formen der Weitergabe und Vermittlung islamischer Lehren gefragt. Wie jede Lehre kann auch die Religionslehre von Einzelnen oder Gruppen pervertiert und instrumentalisiert werden. Die unvoreingenommene Auseinandersetzung mit der islamischen Religion ist nicht nur für Nicht-Muslime der Schlüssel zu einem feineren Verständnis und einem intensiveren Dialog. Sie kann auch innerhalb der facettenreichen Glaubensgemeinschaft Brücken bauen.
Das „Erlernen“ von Weltanschauungen und die Weitergabe von „Wissen“ sind Knotenpunkte im Nervensystem einer jeden Gesellschaft. Die neue Ausgabe des [dī.wān] wirft Schlaglichter auf das Lehren und Lernen „des Islam“. Unsere Artikel beleuchten, wie sich das Narrativ (Erzählung) eines Islams als etwas vermeintlich Fremdes zu „Europa“, zu „uns“, herausgebildet hat und über das Massenmedium Schulbuch immer noch Verbreitung findet. Ihr werdet Beiträge zum Stand des muslimischen Religionsunterrichts in Deutschland finden, aber Euch auch über den für Muslime und Christen gemeinsam abgehaltenen Ethikunterricht in Ägypten informieren können. Einen Einblick in saudi-arabische Lehrmethoden bekommt Ihr aus zweierlei Perspektiven. Und was verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Ländern von Lehre und Alltagswert islamischer Lehren halten, erfahrt ihr in unseren Kurzinterviews.
Eine lehrreiche und anregende Lektüre wünscht Euch,
Eure [dī.wān] Redaktion
homepage: diwan-berlin.de email: diwanberlin[at]yahoo.de <- Zurück zu: Home |